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"BB-SH" aktuell

Der Info-Brief "Bürgschaftsbank aktuell" wird in unregelmäßiger Folge herausgegeben von der
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH
Lorentzendamm 22
24103 Kiel
Telefon: 0431/5938-0,
Telefax: 0431/5938-160

 

Verantwortlich für den Inhalt:
Hans-Peter Petersen und Holger Zervas

 

 

Nr. 70, Juni 2017

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Inhaltsübersicht

  • Erweiterte Fördermöglichkeiten mit Agrar-Bürgschaften
  • Bürgschaftsrichtlinien werden durch bundesweit einheitliche Allgemeine Bürgschaftsbestimmungen (ABB) abgelöst
  • Nullgewichtung der staatlich rückverbürgten Anteile der von der Bürgschaftsbank herausgelegten Ausfallbürgschaften
  • Geschäftsentwicklung 2016

 

Agrar-Bürgschaften

Die Erfahrungen der ersten Monate mit dem Programm haben gezeigt, dass Agrar-Bürgschaften vorrangig für Nischenfinanzierungen bzw. atypische Vorhaben eingesetzt wurden. Mit 8 geförderten Betrieben und € 1,2 Mio. verbürgtem Kreditvolumen liegt die BB-SH bundesweit im Mittelfeld. Allerdings zeigte sich auch, dass die seinerzeit mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) verhandelten Förderbedingungen teilweise den akuten Besicherungsbedürfnissen im Agrarsektor, wie z. B. bei Betriebsmittelfinanzierungen, entgegen stehen.
Beginnend mit dem 01.07.2017 wurden daher in Zusammenarbeit mit dem EIF die Möglichkeiten der EU-geförderten Agrar-Bürgschaften ausgeweitet.

Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Anstatt einheitlich 60 %iger Bürgschaften in den ersten 10 Jahren werden nunmehr wahlweise 50 %ige oder 70 %ige Bürgschaften angeboten. Aufgrund des EIF-Ausstiegs ab dem 11. Laufzeitjahr halbiert sich weiterhin der Verbürgungsgrad (auf 25 % bzw. 35 %).
  • Die Kredithöchstbeträge entfallen, der Förderhöchstbetrag wird im Gegenzug auf € 750.000,00 Bürgschaft abgestellt, wobei eine Unterscheidung zwischen Existenzgründern und bestehenden Betrieben aufgehoben wird.
  • Als Verwendungszweck sind neben Investitionen künftig auch Betriebsmittelfinanzierungen möglich.

Weitere Informationen zu Agrar-Bürgschaften erhalten Sie unter www.agrar-bürgschaften.de oder bei Marc Vogeler, Tel. 0431 5938-122, E-Mail: marc.vogelerbb-shde.

 

Allgemeine Bürgschaftsbestimmungen (ABB)

Die Bürgschaftsbanken in Deutschland geben sich ab 01.07.2017 einheitliche „Allgemeine Bürgschaftsbestimmungen“, die an die Stelle der bisher jeweils landesspezifischen Bürgschaftsrichtlinien treten. Damit wird das Regelwerk für die länderübergreifend tätigen Kreditinstitute und überregional zuständigen Bearbeitungseinheiten transparenter. An der Qualität unserer Ausfallbürgschaft ergibt sich für Sie keine Änderung. Mit der jetzt gelungenen Vereinheitlichung werden ferner die Bestimmungen auch an neue Regulierungsanforderungen für die Kreditwirtschaft sowie die voranschreitenden Entwicklungen zur Digitalisierung und Standardisierung von Bankprozessen angepasst.
So kann beispielsweise gemäß Ziffer 11. der ABB (Antrag im Wege der Datenfernübertragung) der unterschriebene Bürgschaftsantrag künftig im Rahmen eines Treuhandverfahrens bei der Hausbank verbleiben. Dadurch ist die rein digitale Beantragung von Bürgschaften über den Onlineantrag künftig nicht mehr nur für KMU Sofort, sondern in allen Programmen möglich.

Parallel dazu wurden spezielle „ABB Leasing“ entworfen, in denen die besonderen Regelungsbedürfnisse bei Leasinggeschäften berücksichtigt wurden. Die ABB Leasing gelten jedoch nur für Bürgschaften gegenüber Leasinggesellschaften und nicht für verbürgte Leasingrefinanzierungen durch Hausbanken.

Die neuen ABB und ABB Leasing finden für alle ab dem 01.07.2017 gestellten Anträge Anwendung und können ab sofort unter www.bb-sh.de im Bereich „Service/Downloads" eingesehen werden.

Für Rückfragen steht Ihnen Robert Baer, Tel. 0431 5938-137, E-Mail: robert.baerbb-shde, zur Verfügung.


Nullgewichtung der staatlich rückverbürgten Anteile der von der Bürgschaftsbank herausgelegten Ausfallbürgschaften

Bisher waren die Bürgschaften der BB-SH mit einem Risikogewicht von 20 % anzusetzen. Mittlerweile hat die BaFin bestätigt, dass das Risikogewicht von 20 % nur für den jeweiligen Eigenobligo-Anteil der Bürgschaftsbank anzuwenden ist und die Anteile der Bürgschaft, die durch staatliche Rückbürgschaften des Landes und des Bundes besichert werden, zukünftig mit einem Risikogewicht von 0 % angesetzt werden können.
Hierüber hatten wir mit Schreiben vom 03.01.2017 bereits grundsätzlich informiert.

Die diesbezüglichen konkreten Angaben zu den Anteilen der neu herauszulegenden Bürgschaften werden nunmehr auch in unseren Bürgschaftsurkunden unter „Information zur Risikoposition gemäß CRR der verbürgten Kreditteile" ausgewiesen.

Ferner ist es möglich, eine entsprechende institutsbezogene Auflistung für den Bürgschaftsbestand zu erhalten. Hierzu wenden Sie sich bei Bedarf bitte an Christian Delfs, Tel. 0431 5938-176, E-Mail: christian.delfsbb-shde.

 

Geschäftsentwicklung 2016

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr ihr Neugeschäft stark ausgebaut. Die Kredit- bzw. Beteiligungssumme ist um 15 % auf rd. € 109 Mio. gestiegen und damit auf dem höchsten Stand seit 2010. Die Zahl der mit Bürgschaften und Garantien unterstützten Unternehmen mit 465 in 2016 (Vorjahr 476) blieb annähernd stabil. Speziell das Bürgschafts- und Garantie-Neugeschäft nahm im Vergleich zu 2015 um 14 % auf € 72,6 Mio. zu. Die entsprechend unterstützten Unternehmen konnten dadurch Investitionen von € 252 Mio. realisieren – eine Steigerung um 25 %. Spitzenreiter waren dabei die Industrie und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Im laufenden Jahr erlebt die Bürgschaftsbank bei Bürgschaften erneut eine deutlich gewachsene Nachfrage. In den ersten fünf Monaten wurden für 221 (Vorjahr 212) Firmen Bürgschaften über € 34 Mio. (Vorjahr € 30 Mio.) zugesagt.

 

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