55 plus
Der erste Schritt ist, wie immer, der Wichtigste. Der Abgebende soll sich darüber klar werden, dass sich der Prozess für eine Firmenübergabe über Jahre hinziehen kann.
Spätestens mit 55 Jahren sollte jeder Unternehmer mit der Nachfolgeregelung begonnen haben.
Unsere Empfehlung: Rechtzeitig mit den Verbänden und den Kammern Kontakt aufnehmen und das Thema systematisieren.
5 kleine Schritte mit einem Meter sind leichter zu gehen als 5 Meter in einem Sprung zu meistern.
Übergabeziele und -arten
Vorbereitung heißt Klarheit schaffen. Übergabeziele müssen definiert werden:
- Arbeitsplätze nicht gefährden?
- Familienvermögen bzw. Altersversorgung sichern?
- Höchstpreis um jeden Preis?
Auch die Frage zur Übergabeart muss geklärt werden: Generationswechsel in der Familie oder Verkauf an Dritte.
Die Probleme bei einem Generationswechsel in der Familie sind nicht zu unterschätzen; sie liegen aber eher im Menschlichen und legen offen, wie schwer es fällt, sein Lebenswerk loszulassen.
Zeitplan
Wenn das Ziel definiert ist, wird ein Zeitplan mit den einzelnen Meilensteinen aufgebaut.
- Ermittlung Stärken und Schwächen
- Ermittlung Unternehmenswert
- Einbeziehung Kompetenz Dritter
Eine ehrliche Analyse ist das Fundament einer geordneten Übergabe. Diese externe Stärken - und Schwächenanalyse des Unternehmens sowie dessen Stellung am Markt kann je nach Größenordnung und Komplexheit des Unternehmens von unterschiedlichen beratenden Berufen erfolgen. Hieraus ergibt sich die Basis für den Firmenwert.
Unsere Empfehlung: Der Unternehmer bespricht die Wahl des Beraters mit seiner Hausbank, die später möglicher Weise auch die Finanzierung des Nachfolgers übernimmt. Das schafft den höchsten Vertrauensbonus.